Mietbelastung in Sachsen geringer als erwartet - Politische Forderungen verteuern jedoch das Wohnen

Sächsische Mieter geben in den drei Großstädten Chemnitz, Leipzig und Dresden weniger als ein Viertel ihres Monatseinkommens für die Nettokaltmiete aus. Das hat eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben.

Die sogenannte Mietkostenbelastungsquote beträgt danach in Chemnitz 20,9 Prozent, in Leipzig 22,6 und in Dresden 22,8 Prozent. Experten sehen eine Mietkostenbelastungsquote von über 30 Prozent als problematisch an. Die Mietbelastung sächsischer Mieter fällt somit deutlich geringer aus als angesichts der aktuellen Debatten vermutet.

Angesichts der im Wahlkampf von den Parteien geäußerten vielfältigen wohnungspolitischen Wünsche warnt René Hobusch, Präsident des sächsischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes, jedoch. „Jede Steigerung der baulichen Anforderungen, jede Verschärfung der energetischen Standards und nicht zuletzt jede politische Debatte um eine weitere Regulierung des Mietrechts schlägt sich unmittelbar auf die Nettokaltmiete durch." So sind Mietsteigerungen der vergangenen Jahre in den großen Städten allein durch die drohende Einführung einer Mietpreisbremse und einer Absenkung der Kappungsgrenze verursacht worden. „Die Diskussion darüber hat zahlreiche private Vermieter verunsichert. Aus Sorge um zukünftige Mieteinnahmen haben sie erstmals oder früher als geplant von den geltenden gesetzlichen Möglichkeiten einer Mieterhöhung Gebrauch gemacht."

Trotzdem haben 63,1 Prozent der privaten Vermieter im laufenden Mietverhältnis noch nie die Miete erhöht, wie aus der aktuellen Vermieterbefragung von Haus & Grund Deutschland hervorgeht.

„Private Vermieter sind an langfristig sicheren Einnahmen interessiert. Sie verzichten eher auf den einen oder anderen Euro, wenn stattdessen der Mieter länger in der Wohnung bleibt.", bekräftigt René Hobusch. Die privaten Eigentümer tragen damit wesentlich zu sozialverträglichen Mieten bei. „Vor dieser Tatsache dürfen von den Politikern keine weitere Erhöhung von baulichen und energetischen Standards gefordert werden", so Hobusch.

Haus & Grund Sachsen ist der Interessenverband der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer im Freistaat Sachsen. Mit 10.000 Mitgliedern, die in vierzehn regionalen Ortsvereinen betreut werden, stellt er den größten Wohneigentümerverband in den Neuen Bundesländern. Die Mitglieder erhalten ein umfangreiches Beratungsangebot rund um privates Immobilieneigentum zu Rechts- und Steuerfragen, Finanzierung und Versicherungen sowie die Themen Bauen, Renovieren, Technik, Energie.

V.i.S.d.P.
René Hobusch, Präsident Haus & Grund Sachsen e.V.

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