Freiwilligkeit statt Zwangsvermietung und Beschlagnahme

Der Haus & Grund Landesverband Sachsen reagiert auf die Flüchtlingskrise in Sachsen. Bereits am 19. September wurde eine Arbeitsgruppe zum Thema Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen durch private Wohnungseigentümer unter der Leitung des Präsidenten René Hobusch ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe wird von weiteren Fachleuten ergänzt.

„Die aktuelle Flüchtlingssituation ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier können sich die sächsischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer nicht wegducken" begründet René Hobusch die Initiative. „Als Arbeitsgruppe wollen wir zum einen den Mitgliedern in den insgesamt 15 sächsischen Ortsvereinen mit Rat zur Seite stehen. Anderseits dienen wir gern als Scharnier zwischen privaten Vermietern sowie den Verwaltungen in den Städten und Gemeinden – aber vor allem auch als Ansprechpartner für die Landespolitik in dieser schwierigen Situation", so der im Sommer neu gewählte Präsident weiter.

René Hobusch unterstreicht: „Bei vielen unserer Mitglieder besteht generell die Bereitschaft, leeren Wohnraum zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt kommen viele Gemeinden und Landkreise auf Private zu, und bitten um Unterstützung. Häufig bestehen jedoch Unsicherheiten, manchmal ist es auch fehlendes Wissen um die generellen Rahmenbedingungen. Manche Initiative verpufft dadurch leider oder wird nach zähen und entnervenden Verhandlungen mit den Behörden wieder aufgegeben".

Zu dem immer wieder aufkommenden Gedanken von Zwangsvermietung oder Beschlagnahme von Wohnungen betont René Hobusch: „Den auch in Sachsen Schutz suchenden Flüchtlingen angemessenen Wohnraum anzubieten, stellt eine große Herausforderung dar. Diese wollen wir gemeinsam anpacken und setzten dabei weiter auf Freiwilligkeit und die vielen, bereits mit Kommunen und Landkreisen bestehenden Kooperationen."

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