Chemnitz droht beim Stadtumbau weitere Kopf- und Konzeptlosigkeit

Chemnitz hat zwar ein neues Stadtentwicklungskonzept, - da müsste ja drin stehen wie es weitergeht - , doch stieß dieses Konzept auf derart viel Widerstand in der Öffentlichkeit und bei Verbänden, dass es zunächst nicht dem Stadtrat vorgelegt wird.

Im schlimmsten Fall könnte es also passieren, dass der Rat ein Konzept beschließt und nun das „unabhängige Gremium“ andere Wege vorschlägt. Den Braten rochen nun die Fraktionen der CDU und der LINKEN und lehnten den „unausgegorenen“ Vorschlag wegen unklarer Kompetenzen und nebulöser Zielstellungen ab.
Eigentlich sollten die Chemnitzer selbst entscheiden, was abgerissen und was stehen bleiben soll und so entzündete sich die Kritik der Fraktionen auch daran, dass kein einziger Chemnitzer dem siebensitzigen stimmberechtigten Gremium angehört.

Taktisch inkompetent und unklug ist dieses Vorgehen der Verwaltung. Frau Ludwig gelingt es offenbar nicht mit Chemnitzern selbst klare Strukturen und klaren Zielstellungen in den schwierigen Prozess Stadtumbau zu bringen.

Th. Ungethüm

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