Sachsen: Wohnungswirtschaft fordert gemeinsames Handeln

Voller Sorge um die zukünftige Entwicklung der Städte und Gemeinden erklärt der Arbeitskreis ?Sächsische Wohnungswirtschaft? anlässlich seines Treffens, vertreten durch die Verbände

Haus & Grund Sachsen e.V.
Landesverband Freier Immobilien? und Wohnungsunternehmen Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen e.V.
Ring Deutscher Makler Landesverband Sachsen e.V.
Verband der Immobilienverwalter Sachsen e.V.
Verband Deutscher Makler e.V.
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V.
Verband Sächsischer Wohnungsunternehmen e.V.:

Die demographische Entwicklung in Sachsen, insbesondere der Wegzug jüngerer, gut ausgebildeter Menschen und die damit verbundene, rasch steigende Überalterung verursachen nicht nur zunehmende Leerstände in den sächsischen Städten und Gemeinden, sonder stellen die Kommunen vor kaum lösbare Aufgaben. Ganze Stadtteile werden leer gezogen. Abbruch bzw. Umbau sind die notwendigen Folgen.

Die Städte und Wohnungsunternehmen stehen vor einem gewaltigen Umbruchsprozess, der so nicht zu erwarten war. Bisherige städtische Planungsinstrumente genügen den sich ändernden Rahmenbedingungen nicht mehr. Erst nach der Wende mühevoll finanzierte Infrastrukturmaßnahmen in diesen Gebieten braucht plötzlich keiner mehr.

Schulen, Kindergärten, Spielplätze Parkplätze, die Ver? und Entsorgungssysteme und sogar Stadtbahnen stehen in bestimmten Stadtteilen absehbar vor dem Aus, fehlen jedoch dringend an anderer Stelle. Altstadtquartiere erleben eine Renaissance, haben aber Defizite in der Infrastruktur.
Städte und Gemeinden befinden sich in einer schweren strukturellen und finanziellen Krise. Viele Kommunen sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Vor diesem Hintergrund ermutigt der Arbeitskreis die Sächsische Staatsregierung, den eingeschlagenen Weg des Rückbaus fortzusetzen und die notwendigen Bewilligungsverfahren praxisnah zu gestalten. Kommt dieser Prozess ins Stocken, muss angesichts von Strukturdefiziten und verfallenen Quartieren in der Nachbarschaft mit weiterem Attraktivitätsverlust und Abwanderungen gerechnet werden.

Die sächsischen Verbände der Wohnungswirtschaft unterstützen die notwendigen Maßnahmen des Aufbaus Ost in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, den Wohnungsunternehmen, der Sächsischen Aufbaubank und der Landesregierung.

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