Bauministerium will Abriss-Förderung für historische Altbauten stoppen

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung plant, die Förderung zum Abriss von Altbaubeständen im Stadtumbau Ost abzuschaffen. Dies geht aus dem Entwurf der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2008 hervor. ?Endlich schlägt die Politik des Bundesbauministeriums die richtige Richtung ein?, sagte der Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland, Andreas Stücke, anlässlich der heutigen Beratung von Bund und Ländern.

Nicht nur die historischen Innenstädte könnten damit vor dem wirtschaftlich motivierten Abriss bewahrt werden. Auch eine drohende Klagewelle privater Eigentümer, welche die Wertigkeit ihrer Grundstücke durch die derzeitige Abrisspolitik gefährdet sehen, ließe sich so verhindern.
?Der neue Weg muss jetzt konsequent fortgeführt werden?, fordert Stücke. Danach sollte im Stadtumbau Ost künftig nicht mehr pauschal, sondern nur noch in Höhe der aufgewendeten Kosten gefördert werden. Weiterhin gelte es, die Ungleichbehandlung in der Förderpolitik aufzulösen. Private Eigentümer bräuchten geeignete Instrumente, z. B. in Form einer Investitionszulage, zur Finanzierung notwendiger Investitionen. Die Programme der Städtebauförderung hätten sich in der Vergangenheit für sie als wenig praktikabel erwiesen.

Pressemitteilung Haus & Grund

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