Stadtumbau: Haus & Grund fordert Aufwertung innerstädtischer Wohnquartiere

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund hat einen radikalen Kurswechsel im Pro-gramm Stadtumbau Ost zu Gunsten privater Eigentümer in den Innenstädten gefordert. Die bisherigen Maßnahmen seien gescheitert. ?Die milliardenschwere Abrissförderung für die ge-werbliche Wohnungswirtschaft muss endlich gestoppt werden?, sagt Haus & Grund-Präsident Rüdiger Dorn. Er verweist dabei auf die Anfang der Woche in Dresden stattgefundene Stadtum-baukonferenz, in der deutliche Zweifel laut wurden, ob das Programm seine Ziele erreichen werde.
Haus & Grund kritisiert, dass die derzeitigen Fördermittel zum größten Teil in den Rückbau und die Aufwertung von Plattenbaubeständen der öffentlichen Wohnungsunternehmen geflossen seien, ohne dass sich der Markt insgesamt stabilisiert habe. Der Rückbau von bisher 135.000 Wohnungen habe nichts an der Tatsache geändert, dass in Ostdeutschland rund 16 Prozent aller Wohnungen leer stehen.
Leidtragende dieser Politik seien die privaten Eigentümer mit ihrem hohen Anteil am Woh-nungsbestand in den Innenstädten. ?Die derzeitige Förderpolitik gefährdet die Attraktivität der Innenstädte als Wohnstandort?, so Rüdiger Dorn. Haus & Grund spricht sich daher für eine aus-schließliche Förderung der Aufwertung innerstädtischer Wohnquartiere aus. Für die noch zur Verfügung stehenden Plattenbauten sinke die Nachfrage weiter. Dorn verweist dabei auf eine Untersuchung des Bundesverbandes für Wohneigentum und Stadtentwicklung (vhw) zur Nach-frageentwicklung in Plattenbaugebieten. Danach gehen durchschnittlich 43 Prozent aller Woh-nungsumzüge in den sanierten Altbaubestand der Innenstädte. Auch die Wohnzufriedenheit ist dort rund 20 Prozent höher als in sanierten Plattenbauten.
Vor diesem Hintergrund fordert Haus & Grund eine grundlegende Änderung der Förderpraxis im Stadtumbau Ost. ?Die Bevorzugung kommunaler Wohnungsunternehmen und Genossenschaf-ten muss ein Ende haben?, unterstreicht Dorn. Dazu gehöre vor allem, die privaten Eigentümer als maßgeblichen Partner im Stadtumbau einzubinden.

Pressekontakt:
Stefan Diepenbrock
Leiter Verbandskommunikation
Telefon: 030/20216-508
diepenbrock@haus-und-grund.net

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